Workshops und Kunstwerke in Belgien
In und um die prächtige Abtei von Bornem (B) fand vom 8. bis 10. Mai zum vierten Mal das „Art of Faith festival“ statt. Das Wetter hätte nicht besser sein können, und die Begegnungen waren stärkend.
Jugendliche und Ältere aus verschiedenen kirchlichen Kreisen waren hier zu Begegnung und Inspiration zusammengekommen. Das verbindende Element, das ‚Glaubensbekenntnis von Nizäa‘, ließ die Anwesenden über die gemeinsame Grundlage des christlichen Glaubens nachdenken. In der Abtei – der Art Zone – war Kunst von belgischen und niederländischen Künstlern zu sehen, und es wurden Workshops gegeben.
Mein Beitrag bestand aus zwei Skulpturen, die im Refektorium ihren Platz bekamen. Außerdem durfte ich Workshops geben, deren Ausgangspunkt Franz von Assisi war. In diesem Jahr ist es 800 Jahre her, dass er am 3. Oktober starb. Ein guter Grund, dabei innezuhalten.
Nach meinem Empfinden ist das Leben des Franziskus ein Beispiel für das Leben eines durchschnittlichen Menschen. Wie er in den Büchern beschrieben wird, zeigt das. Ein junger Mann, der die Welt erkunden will, kommt zur Umkehr. Nach der Entscheidung für Gott zeigt sein Lebensweg ein ganz anderes Muster. Der Geist Gottes berührt ihn nicht nur, sondern ist wie ein treuer Freund, der immer da ist. Das führt dazu, dass er die Stimme des lebendigen Gottes zu verstehen lernt.
„Eine Berührung des Königs verändert alles“
Gott verstehen und begreifen zu lernen ist ein fesselnder Prozess, für den man die Bibel braucht. In den Workshops machten wir eine Übung, um ein Bild davon zu bekommen, was Gott jedem Einzelnen zu sagen hatte. Dazu gingen wir in den Wald, der an die Abtei grenzt. Zurückgekehrt, stellte jeder etwas vor, das er aus dem Wald mitgebracht hatte und das auf die eine oder andere Weise mit dem eigenen Prozess zu tun hatte. Gräser, Zweiglein, Rinde, Steinchen, Nüsse und Federn erinnerten an Gottes leises Reden. Der tiefe Frieden und die Kraft der Heilung wurden in diesen Momenten erfahren. Einsicht in eigene Prozesse und Inspiration für die Zukunft berührten den Grund unseres Herzens. Soli Deo Gloria (Allein Gott die Ehre).
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