Neues aus dem Sommer

Dieser Sommer stand im Zeichen von BEGEGNUNGEN. In Frankreich, Deutschland und ganz einfach auf dem Radweg zum Laden kamen mir Menschen über den Weg, mit denen ich besondere Gespräche hatte. Unbekannte, die einem in die Augen schauen und mit denen man gleich bei der ersten Bemerkung oder dem ersten Gruß einen richtigen Draht hat. Menschen mit ihren ganz eigenen Geschichten und Erlebnissen, die für mich als Künstler der Beginn eines kreativen Prozesses sind. Bei mir beginnen im Kopf Gedanken und Bilder zu entstehen, die schließlich auch zu echten Skulpturen aus Holz, Glas und Metall führen. Manchmal schreibe ich meine Erlebnisse auf. Dabei verrate ich nicht, worüber ich mit diesen Menschen gesprochen habe, denn ich möchte ein verlässlicher Gesprächspartner sein. Diskret zu sein und zu bleiben ist die Grundlage für ein Vertrauensverhältnis. Die Beziehung, die dadurch entsteht, dauert bei manchen schon viele Jahrzehnte. Für manche war ein einzelnes Wort eine Antwort, die Richtung gab. Man fragt sich dann schon einmal, wodurch diese Menschen einem über den Weg laufen. Die Antwort möchte man vielleicht gar nicht wissen. Für den anderen da zu sein, ist eine Entscheidung, die meinem Dasein Inhalt gibt. In der Stille mit Gott verstehe ich ihn, manchmal für mich selbst und manchmal auch für den anderen. Daraus entstehen Kunstwerke und ein internationales Netzwerk. Nicht die Masse, sondern der Einzelne ist für mich maßgebend.

Anfang August nahm ich am 36. Christian Artists Seminar in Siegburg, Deutschland, teil. In der ehemaligen Abtei St. Michaelsberg, einem wunderschönen Ort, habe ich zwei Workshops* gegeben. Den ersten gemeinsam mit der Künstlerkollegin Gerdien van Delft: „Digging for gold“. Den anderen, „The creative proces“, habe ich allein geleitet; er war gut besucht von christlichen Künstlerinnen und Künstlern aus verschiedenen europäischen Ländern, alles auf Englisch. Die Erläuterung auf der Website (aus dem Englischen übersetzt): „Bei Digging for gold geht es darum, hinter die Dinge zu schauen, die wir finden, sehen oder können. In der Umgebung ziehen wir in die Wälder und Straßen, um Materialien zu finden. Diese ‚Fundstücke‘ sind der Ausgangspunkt für das Zusammenstellen von 3D-Collagen. Zum Schluss geben wir diesen Kunstwerken Bedeutung und Ziel, indem wir sie teilen und präsentieren.“ Die Erläuterung zu „The creative proces“ lautete: „Zuerst einmal kommen wir mit offenen Händen und offenem Blick. Bringen Sie ruhig etwas Werkzeug mit, mit dem Sie normalerweise arbeiten. Das Wichtigste ist, dass Sie offen dafür sind, neue Dinge zu tun oder gewohnte Dinge auf neue Weise … Bringen Sie Ihr Notizbuch, Ihre Kamera usw. mit. Wir gehen in die Umgebung, um Materialien, Ideen und Strukturen zu suchen und zu finden, die Ihren Horizont vertiefen oder erweitern. Betrachten wir die Dinge einmal aus einem unerwarteten Blickwinkel.“ Der Ertrag beider Workshops war herzerwärmend. Neue Prozesse sind in Gang gekommen, sowohl bei den Teilnehmenden als auch bei mir.

An einem der Abende habe ich eine Präsentation gehalten, in der ich auf die Gebetsnuss verwies, weil dieser Gegenstand einst der Anfang meiner künstlerischen Entwicklung war. Ich erklärte, welche Verbindung es zu meinem heutigen Werk gibt: Menschenfiguren, die aus beschädigten Holzstücken entstehen. Wäre das vielleicht auch eine Verarbeitung der zuvor beschriebenen ‚BEGEGNUNGEN‘? Teilnehmende am CA (Christians artists seminar) sind unter anderem Tänzer, Schriftsteller, Musiker, bildende Künstler, Geschichtenerzähler, Clowns, Filmemacher, Maler, Tontechniker usw. Sowohl Profis auf höchstem Niveau als auch Neulinge, die nach Tiefe und Inspiration suchen. Hier gibt es eine Plattform, auf der wir einander begegnen und die Expertise der anderen genießen können. http://www.christianartists.org/

REAKTIONEN auf die Begegnungen.

„Bei unseren Wanderungen in Sachsen habe ich regelmäßig an dich und dein Werk gedacht, wenn wir wieder an einem alten, knorrigen Baum vorbeikamen, der mit seinen Wurzeln einen Felsblock umarmte. Ich bin gespannt auf die neuen Skulpturen und Themen! Letzte Woche war ich mit meiner besten Freundin bei Small Wonders im Rijks. Wun-der-bar! Was für herrliche kleine Werke! Wir haben gut zwei Stunden lang alle Objekte genossen und sind dabei regelmäßig unter die Tische getaucht, um die Nüsse von allen Seiten betrachten zu können. Genuss pur!“ (MS)

„Vielen, vielen Dank!!! Das Seminar war auf so vielen Ebenen eine Zeit persönlicher Heilung!! Ich habe heute meiner besten Freundin alles davon erzählt, auch von dir, und dass ich fand, dass du das Vaterherz Gottes widerspiegelst!“ (VT)

„Ich habe mir deine Websites mit großer Freude angesehen! Die Gebetsnüsse, die du machst, sind einfach wunderschön. Ich stelle mir vor, dass es dir ebenso viel Freude macht, sie zu fertigen, wie sie denen schenken, die sie bekommen.“ (AS)

AGENDA

  • Workshop* Ende August: „Het bos in“ (Hinein in den Wald). Mit drei Menschen, die zusammen 200 Jahre alt geworden sind und ihren Geburtstag mit einem Workshop feiern wollen! Schöne Idee! (Abgesagt)
  • Geschlossener Workshop* im Oktober: ‚Reformatie‘ (Reformation), Erneuerung. Wie macht man das? Das wird ein spannender Abend.
  • Symposium in Culemborg am 4. November. Platform Kerk & Kunst organisiert „Schuren en Scheppen. Ontregelende kunst in de kerk“. http://platformkerkenkunst.nl/

*** Wenn Sie einen der genannten Workshops von mir durchführen lassen möchten, nehmen Sie bitte Kontakt auf.

Wenn Sie angegeben haben, dass ich Sie auf dem Laufenden halten darf, wunderbar! Wer sich noch nicht angemeldet hat, kann das hier tun. Danke für Ihr Interesse! 😊

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